Bericht zur Grossratssitzung vom 24. April 2019

Kan­tons­rä­tin Eli­sa­beth Ricken­bach berich­tet aus dem Gros­sen Rat.

Rück­tritte aus dem Gros­sen Rat

Der Gross­rats­prä­si­dent ver­liesst drei Rück­tritt­schrei­ben: Wolf­gang Acker­knecht (EVP), Marion Thei­ler (GP), Ueli Oswald (FDP)

 

Kan­tons­bür­ger­rechts­ge­su­che

Der Grosse Rat heisst mehr­heit­lich, im Sinne der EVP, das Kan­tons­bür­ger­rechts­ge­such eines Schwei­zer­bür­gers und 94 Gesu­che von Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­der gut. Frag­li­che Gesu­che wur­den bereits von der Jus­tiz­kom­mis­sion zurück­ge­wie­sen.

 

Bericht «Elek­tro­mo­bi­li­tät im Thur­gau»

Die Dis­kus­sion die­ses Berich­tes wurde heute fort­ge­setzt. An der letz­ten Sit­zung wur­den die 15 Mass­nah­men dis­ku­tiert. Heute fand noch die Detail­dis­kus­sion statt: für unsere Frak­tion setzte sich Josy Gem­perle dafür ein, dass auch Bio­gas in das Mass­nah­men­pa­ket auf­ge­nom­men wird. Kilian Imhof for­dert vom Kan­ton Mobi­li­tät mit erneu­er­ba­ren Ener­gien.

 

Inter­pel­la­tion «Wei­ter­be­schäf­ti­gung von pen­sio­nier­ten Kan­tons­an­ge­stell­ten»

Die Inter­pel­la­tion wird zurück­ge­zo­gen.

 

Ersatz­wahl eines Mit­glieds und des Prä­si­di­ums der Jus­tiz­kom­mis­sion für den Rest der Amts­dauer 

Als Ersatz vor­ge­schla­gen und mehr­heit­lich gewählt wird Alban Imeri.

Zur Wahl als Präsident/in ste­hen Gina Rüet­schi (Grüne) und Urs Mar­tin (SVP). Gewählt wurde mit 63 Stim­men Urs Mar­tin, wel­cher ab 1.5.19 sei­nes Amtes wal­ten wird. Gina Rüet­schi erhielt 50 Stim­men.

 

Motion «Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf – not­wen­di­ger Hand­lungs­be­darf im Kan­ton Thur­gau»

Diese Motion stellt ein Haupt­trak­tan­dum der heu­ti­gen Sit­zung dar. Kath­rin Bün­ter, Initi­an­tin der Vor­lage, zeigt Gründe auf, wes­halb die Erhö­hung der Abzug gerecht­fer­tigt ist.

Wir von der EVP unter­stütz­ten das Anlie­gen, mit Eli­sa­beth Ricken­bach als Mit­mo­tio­nä­rin.  Es geht um ein fami­li­en­po­li­ti­sches Anlie­gen und ist wich­tig und rich­tig. In den aktu­el­len Richt­li­nien des Regie­rungs­ra­tes ist u.a. im DEK fest­ge­hal­ten: «för­dert die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Erwerbs­tä­tig­keit.

Dass der Regie­rungs­rat in der Beant­wor­tung mit kei­nem Wort dar­auf ein­geht, ärgerte und ent­täuschte uns. Schade, dass es in der Beant­wor­tung nicht um die Stär­kung der Fami­li­en­po­li­tik im Thur­gau geht. Das Anlie­gen kommt ihm gerade recht um seine Umset­zung aus der STAF mit einem Zückerli zu bestü­cken. In der Begrün­dung bringt er nur das Argu­ment, dass, weil die Unter­neh­men steu­er­lich ent­las­tet wer­den, auch die natür­li­chen Per­so­nen als Gegen­zug eine Ent­las­tung erfah­ren sol­len.

Unsere Frak­tion stand ein­stim­mig für die Motion ein. Mit 72 Ja zu 45 Nein wurde der Motion zuge­stimmt. In der Ver­gan­gen­heit wur­den alle Fami­li­en­po­li­ti­schen Anlie­gen mit Aus­spie­len von Vor­la­gen gebo­digt.

 

Gesetz betref­fend die Ände­rung des Geset­zes über die Bei­trags­leis­tun­gen an die Schul­ge­mein­den (Bei­trags­ge­setz)

Die­ses Geschäft ist ein wei­te­rer Schwer­punkt der heu­ti­gen Sit­zung. Ein­tre­ten ist unbe­strit­ten.

Haupt­dis­kus­si­ons­punkt ist die Auf­tei­lung der Las­ten­ver­tei­lung. Von der Kom­mis­sion liegt der Vor­schlag von 50:50 zwi­schen Kan­ton und finanz­star­ken Schul­ge­mein­den vor. Die­sem wird mehr­heit­lich zuge­stimmt, so auch mehr­heit­lich von uns EVP Gross­rä­ten.

Der Antrag von der SVP, den Kos­ten­tei­ler Kan­ton zu Schul­ge­mein­den auf 60:40 zu ändern, noch der Antrag von Josy Gem­perle von 40:60 fand keine Mehr­heit.