Einweg-E-Zigaretten sollen verboten werden

Einweg-E-Zigaretten sollen verboten werden

Mit einer 2/3-Mehrheit wird die Motion von Elisabeth Rickenbach (Erst-Unterzeichnerin) für das Verbot der Einweg-E-Zigaretten angenommen. In der Debatte im Grossen Rat vom Mittwoch, 5. November, wiederholten sich gewisse Fragen immer wieder. «Wann kann mit dem Bund gerechnet werden? Braucht es wirklich ein weiteres kantonales Verbot?» Mitten da hinein stellte die Motionärin Elisabeth Rickenbach klar: 

«Die Antwort des Regierungsrates hat mich beinahe vom ‘Stengeli gehauen’. Denn der Regierungsrat beschönigt nichts. Er unterstützt die Motion mit klaren Worten. Wir wollen nicht länger auf den Bund warten. Es gilt jetzt zu reagieren, um die Minderjährigen zu schützen. Es gilt zu reagieren, damit über das Wegwerfen nicht Chemikalien in Böden, Luft und Wasser gelangen. Es ist jetzt dran, diesem konsequenten Schritt zuzustimmen für die heranwachsende Generation und unsere Umwelt.» 

Roger Stieger macht in seinem Votum ergänzend sichtbar: «Wenn die Beschaffung erschwert wird, gibt es eine Reduktion. Es wird einen Einfluss haben, wenn nicht mehr an jeder Ecke E-Zigaretten gekauft werden können. Lassen wir den Worten Taten folgen. Schützen wir die Jugend!»

Ein intensives Debattieren wogt hin und her. Dicke Luft. Abschliessend verweist Urs Martin auf die vielschichtige Problematik und erklärt, warum sich der Regierungsrat so klar positioniert hat: «Schweizweit sind wir beim Tabakkonsum Spitze… Es ist uns bewusst, dass es nicht ums Rauchen generell geht… Die Einweg-E-Zigaretten führen aber mit zum Problem, das wir haben bei Jugendlichen haben. Hier gilt es zu handeln! Da müssen wir jetzt ein Zeichen setzen.»

Mit 81 Ja zu 40 Nein-Stimmen wird die Motion vom Grossen Rat überraschend gut angenommen. «So ein klares Ja, hätte ich nicht erwartet», meinte Mathias Dietz trocken. Hände werden geschüttelt. Ein besonderer Erfolg der EVP.